Künstlergilde Herborn

Nächste Jahresausstellung:

 

Vom 2. November bis 11. November 2018 in der "Alten Färberei" (Haus der Vereine),
Mühlgasse 5 - 7, 35745 Herborn.

Die Vernissage ist am 3. November um 16:00 Uhr.

 



Wir freuen uns in diesem Jahr den Künstler Christopher Diehl aus Herborn vorstellen zu können.


 

 

unARTig - großARTig

 

Unter diesem Motto zeigt die Künstlergilde Herborn vom
2. bis 11. November 2018 neue Werke in der „Alten Färberei“ (Haus der Vereine), Mühlbach 5/7, 35745 Herborn.

 

Wer nichts wagt, der nichts gewinnt, das gilt auch oder vor allem in der Kunst, denn nur wer das Unartige wagt, Grenzen auslotet und überschreitet, gewinnt eine neue Freiheit des Ausdrucks und entwickelt sich in seiner Kunst weiter. Künstler sind dafür bekannt, dass sie ungern nach festgefassten Regeln arbeiten. Sie sind ständig auf der Suche, nach neuen Materialien und neuen Möglichkeiten, das Alte, Hergebrachte zu verbessern.


So ist es für die Mitglieder der Künstlergilde Herborn möglich, jedes Jahr aufs Neue, eine sehenswerte Kunstausstellung mit neuesten Arbeiten auf die Beine zu stellen. Die „Location“, die „Alte Färberei“ in Herborn, ist bei dem kunstinteressierten Publikum aus dem Lahn-Dill-Kreis längst bekannt. Ebenso Helmut Kindermann, Ehrenmitglied der Künstlergilde, der in diesem Jahr mit ausstellt. Er zeigt Porträts in Tempera und Ölfarbe von Mönchen der autonomen Mönchsrepublik Heiliger Berg - Athos in Griechenland.


Noch nicht so bekannt ist der diesjährige Gastaussteller Christopher Diehl aus Herborn. Seine Gemälde zwischen Stillleben und Interieur zeigen Kompositionen aus Gegenständen, die er in Räumen innerhalb von Gebäuden vorgefunden hat, die durch Verfall, Verwahrlosung oder Vandalismus ein charakteristisches Aussehen bekommen haben. Zwischen Täuschung und Zweifel sollen sie den Betrachter mit der Illusion von Materialität, Raumempfinden und Zeitlichkeit sowie den Spuren menschlicher Existenz konfrontieren. Daneben zeigt er Plastiken, bei denen er entweder von konkreten Begriffen wie Angst oder Veränderung / Verwandlung ausgegangen ist oder auf zufällige Assoziationen durch das Material reagiert hat.


Die Skulpturen aus Gips und Keramik sind von Mikhail Ustaev. Darunter auch drei stilisierte Selbstporträts als „Mizaru“, „Kikazaru“ und „Iwazaru“. Das sind die drei heiligen Affen des japanischen Kōshin-Glaubens und sie bedeuten: „Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“. Weitere dreidimensionale Werke des in Usbekistan geborenen Künstlers sind die Statuette "Orgasm", die Figur "Die Versuchung Evas" und die Büste "Old Mualim".


Ihre Vorliebe für die Karikatur und den Humor als LebensKunst wird Silvia Bauer dieses Jahr, wie immer in leuchtend farbigen Gemälden, präsentieren.


Elvira Walther hat sich in den letzten Monaten mit neuen Maltechniken wie der „Resintechnik“ beschäftigt. Hier werden unterschiedliche Farben oder Pigmente mit Kunstharz vermischt auf die Leinwand aufgebracht. Es entstehen daraus sehr experimentelle abstrakte Gemälde. Außerdem hat sie Bilder in „Pouringtechnik“ kreiert, wobei die Acrylfarben mit Medium vermischt auf die Leinwand geschüttet werden. Daneben zeigt sie in der Ausstellung, wie bereits früher, farbintensive Landschaftsbilder und Aquarelle.>

Sigrid Müller-Stahl befasst sich in ihren Acrylbildern mit Herbstimpressionen sowie den Tierdarstellungen eiszeitlicher Höhlenmalereien. Daneben zeigt sie durch rostigen Schrott inspirierte Skulpturen.


„Kritzeln, bis man was erkennen kann! Habe mich mit Hutmode befasst, mit Köpfen, die in Deutschland mal den Hut aufhatten, mit Machthabern und anderen“, so erklärt Reinhard Müller seine Zeichnungen, „ein Herr im gesetzten Alter, der sich  eine Weihnachtsbaumspitze auf die Kappe schraubt, kommt uns heute nicht ganz dicht vor, war aber mal normal und wurde verehrt und sogar gewählt. Auch das Zeichen des Todes und des Tötens an der Mütze, das auf Flaschen giftigen Inhalts gehört, hat das deutsche Volk nicht abgeschreckt, diese Korken knallen zu lassen. Die Zusammenarbeit deutscher Konservativer mit dem nationalistischen Mob war bei Völkermord und Völkerselbstmord enorm erfolgreich, auch die territoriale Verkleinerung Deutschlands lief zweimal nacheinander ganz hervorragend. Alles nicht lange her, Finger und Zehen eines einzelnen reichen dicke aus, um die Jahrzehnte abzuzählen.“


Thomas Walther zeigt Acryl-Mischtechniken auf verschiedenen Malgründen, wie z. B. Keilrahmen, Kaffeesack und Metall.


Von Thomas Wörsdörfer ist u. a. eine große mehrteilige Kohlezeichnung zu sehen und ein Werk der Konzeptkunst, das er speziell für die Ausstellung in Herborn und der nächsten Ausstellung mit dem Oberhessischen Künstlerbund „Verorten“ im KIZ Gießen angefertigt hat. Als „Storyteller“ verknüpft er einfühlsam und poetisch Literatur und Bildende Kunst.


Vernissage: Samstag, 3. November, 16:00 Uhr. 
Öffnungszeiten: täglich von 14:00 bis 18:00 Uhr.
Eintritt frei.